Cadillac mit Airstream

„American Way of Life“ in der Schweiz“!

Auch in diesem Jahr fand am ersten Mai-Sonntag in Zuchwil bei Solothurn das große Treffen der Freunde amerikanischer Autos von einst und jetzt statt.Zwei Freunde unseres Hauses, Günther Kargl und Ernst Sevcik jun. hatten die Distanz von etwa 900 Kilometern nicht gescheut und sich diesmal ausnahmsweise nicht mit ihren beiden Mopars in die Schweiz zu diesem außergewöhnlichen Treffen aufgemacht, sondern inkognito in einem 97er VW Caravelle-Bus. Sie sind es auch, die die Informationen und die schönen Fotos als Grundlage zu diesem Artikel zur Verfügung gestellt haben. Organisiert. wurde dieses gewaltige Event von den Friday Night Cruisers, die im schweizerischen Luterbach ihren Sitz haben.

Edsel Kombi 1959

Besonders seltener Anblick: Edsel 1959

Bereits zum 17. Mal  fand diese für unsere Verhältnisse unglaubliche Veranstaltung am 7. Mai 2000 statt. Die Anzahl der jeweils teilnehmenden US-Fahrzeuge hat sich inzwischen bei etwa 2000 eingependelt, obwohl es sich um eine nur eintägige Veranstaltung handelte. Da ist es nur zu verständlich, dass sich während der Anfahrt der unzähligen Autos ein bis zu 12 Kilometer langer Ami-Stau bildete.

Ford Fairlane

Ford Fairlane 1957

Erstmals wurden heuer auf dem eigentlichen Aufstellungsareal der Firma Sulzer nur noch klassische und ausstellungswerte Fahrzeuge bis Jahrgang 1974 zugelassen. Hinzu kam ein spezieller „Showblock“ ohne Jahrgangsbegrenzung. Wie bereits in den Jahren davor gab es zahlreiche Attraktionen in Form von Marktständen, Festzelt mit Country-Music, Rock'n'-Roll-Akrobatik-Vorführungen und so weiter.

Buick GSX

Buick GSX in der Anfahrtskolonne

Die vielen Verkaufsstände, lockten unzählige Interessenten an, welche die angebotenen Waren in Augenschein nahmen: Automobilia typisch amerikanischer Machart, vom US-Nummernschild bis zum Cowboyhut, T-Shirts, Lederwaren, Neon-Signs, aber auch Werkzeuge, Ersatzteile und Modellautos durften nicht fehlen. Selbst die einschlägige deutschsprachige US-Car Zeitschrift Chrom & Flammen und die bekannte schweizer Daytona Speed Garage hatten einen Werbestand errichtet. Großen Anklang fand auch die sehr umfangreiche Neuwagen-Ausstellung auf dem Gelände. Die Kinder hatten ebenfalls ihre Freude an den Eisständen und einer Hüpfburg.

Challenger T/A

Dodge  Challenger T/A 1970

Im Mittelpunkt aber standen natürlich die amerikanischen Automobile, die in schier unübersehbarer Zahl den ganzen Tag hindurch ankamen und abreisten. Da gab es erstaunliche Raritäten bis hin zum hochgradig getunten oder auch sorgsam in unermüdlichem Fleiß völlig originalgetreu aufgebauten Einzelstück. Man sah die verschiedensten Musclecars wie GTOs, Hemi Mopars, Shelby Mustangs, sowie tolle Hot Rods, Vipers, Prowlers, Jeeps und was sonst noch vorstellbar ist. Und es gab überraschend viele ausgefallene Modelle wie einen 1963er Studebaker Avanti oder einen 1970er Buick GSX, die selbst gar nie auf schweizerischen Amerikaner-Preislisten gestanden hatten, sondern von ihren begeisterten Besitzern in späteren Jahren offenbar selbst über den großen Teich geholt worden waren.

Chevroöet 1947

Chevrolet 1947 Hot Rod

Der Grossteil der ausgestellten Raritäten stammte aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg.. Doch es gab auch einige Exemplare aus der amerikanischen Früh- und Zwischenkriegszeit. Dazu zählte - und das ließ wohl manchen Besucher zunächst stutzig werden – auch ein Rolls-Royce. Doch solche waren in der Tat seinerzeit in den USA ebenfalls hergestellt (nicht bloß montiert!) worden. Dies hat der Besitzer mit einem erklärenden Schild an der Windschutzscheibe denn auch gebührend hervorgehoben. 

426 Hemi

Genuss für Mopar-Fans: 426er Hemi in einem Dodge Charger

Auch bei etlichen anderen raren Fahrzeugen fanden sich Schilder mit Erläuterungen, was den interessierten Besuchern - es dürften ihrer wiederum an die 20.000 gewesen sein - das Spazieren gehen zwischen den vielfältigen US-Autos nicht nur abwechslungsreich, sondern auch sehr informativ gestaltete. Es durfte übrigens festgestellt werden, dass in der Schweiz im Gegensatz zu unserem Land das Eigentum anderer Leute noch respektiert wird! Hier gab es kein Abgrapschen der Autos mit fettigen Fingern und auch die Abwesenheit von Alkoholikern war mehr als angenehm! Nebenbei sei noch bemerkt, dass sich fast alle Fahrzeuge in unglaublich gutem Zustand befanden! Alles in allem war das heurige Treffen in Zuchwil eine besonders gelungene Veranstaltung und die Herren Kargl und Sevcik jun., denen wir an dieser Stelle herzlich für die Informationen und Fotos danken, freuen sich bereits auf’s 18. US-Car-Treffen in Zuchwil im nächsten Jahr! Na, hat vielleicht noch irgendjemand Lust bekommen?



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