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9. US-Auto Festival der Custom Cruisers in der SCS


Das US-Car Treffen der Custom Cruisers fand trotz der Katastrophe im New Yorker World Trade Center und im Pentagon statt und zwar unter dem Motto:

 "Jetzt erst recht"!

Bereits zum neunten Mal feierten die Custom Cruiser, der Historical American Auto Club, am 16. September 2001 auf dem Parkplatzgelände der Shopping City Süd in Vösendorf das traditionelle US-Auto Festival. Wie auch schon in den Vorjahren haben sich hier unzählige Fahrzeuge aus vielen Europäischen Ländern getroffen und für Bewunderung durch die wie immer teilnehmenden tausenden Besucher gesorgt. 

Abfahrt zum Night Cruising

Den eigentlichen Beginn des Festivals stellte wie alljährlich die nächtliche Ausfahrt am Vorabend dar. Bereits vor der Abfahrt zum traditionellen Saturday Night Cruising setzte leider heftiger Regen ein, der die Hoffnungen auf einen schönen und trockenen Sonntag zunichte machte. Trotzdem starteten über vierzig Cruiser ihre Geräte um im Konvoi vom Gelände der SCS Vösendorf über die Südautobahn nach Wöllersdorf in die "No Name City" zu fahren. Im ersten Stock des großen Saloons der Westernstadt setzte man sich zusammen  und stärkte sich an mancherlei köstlichen und auch reichlichen Gerichten. Für Unterhaltung sorgte eine wirklich sehr gute Country Band, die im Laufe des Abends auch den tausenden unschuldigen Opfern der wahnsinnigen Moslem-Terroristen  gedachte indem sie nach einigen besinnlichen Worten das "Star Spangled Banner", die Amerikanische Nationalhymne anstimmte. Erst kurz vor Mitternacht löste sich die illustre Gesellschaft dann langsam auf, denn am nächsten Tag hieß es dann zeitig aus den Federn zu klettern. Besonders für die Custom Cruisers, musste doch das Festgelände auf die vielen Gäste erst vorbereitet werden.

Der Platz beginnt sich zu füllen

Das eigentliche Treffen selbst öffnete seine Pforten am Sonntag um 9:00 Uhr. Pünktlich waren alle Vorbereitungen durch die emsigen Custom Cruisers fertig geworden. Der Eintritt war wie immer frei und der Reinerlös, der sich aus freiwilligen Spendengeldern und sonstigen Einnahmen zusammensetzte, kam diesmal dem Arbeiter Samariter Bund, Ortsgruppe Gaaden,  zu Gute.

 Oldsmobile 1956 aus Graz angereist

Da es in den frühen Morgenstunden in weiten Teilen des Bundesgebietes regnete überlegten es sich eine Menge Teilnehmer ihre gepflegten Lieblinge den Elementen auszusetzen und kamen leider mit Ihren Alltagsfahrzeugen. Glücklicherweise dachten nicht Alle so und es gab doch eine große Zahl an wirklich tollen Fahrzeugen zu sehen.Leider sorgte auch der unvorstellbare Terroranschlag auf das World Trade Center in New York und das Pentagon für bedrückte Stimmung. Dennoch konnte man sich über etwas mehr als 360 Fahrzeuge freuen.

Erstklassiger Camaro eines unserer Kunden im neuen Kleid

Bereits vor dem offiziellen Beginn trudelten die ersten Fahrzeuge ein und wurden von den Platzanweisern den einzelnen Kategorien zugewiesen. Gegen 10:00 Uhr begann sich der Platz langsam zu füllen. Um den tragischen Ereignissen in den USA Rechnung zu tragen, lag am Infostand beim Eingang ein mehrseitiges Kondolenzschreiben, an die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika gerichtet, welches von den meisten Besuchern des US-Auto Festivals unterzeichnet wurde. Es wurde durch ein Vorstandsmitglied der Custom Cruisers an die Botschaft, die ja alljährlich den Ehrenschutz der Veranstaltung übernimmt, übergeben. 

Trauer 

Wie sehr alle Menschen von den furchtbaren Vorkommnissen bestürzt waren zeigten die vielen mit Trauerflor oder schwarzen Fahnen geschmückten Fahrzeuge. Einige Besucher aus der Tschechischen Republik hatten sogar Magnetschilder mit der Aufschrift "Stop Terorismu" anfertigen lassen um mit ihren Autos zu protestieren. Auch die schwarzen Luftballons mit denen das Gelände überall geschmückt war stimmten nachdenklich. 

Trauerflor am Rückspiegel

Der Präsident der Custom Cruisers Ing. Werner Steurer leitete das Treffen mit einer sehr besinnlichen Rede ein und alle Teilnehmer gedachten feierlich mit einer Schweigeminute den Opfern des gemeinen, feigen und hinterhältigen Anschlages.

Cadillac 1959

Mittlerweile besserte sich sogar die Wettersituation und auch die Sonne ließ sich des Öfteren blicken. Der Platz füllte sich weiter mit teilweise wirklich schönen Fahrzeugen. Auch unzählige interessierte Besucher, die kein eigenes Amerikanisches Fahrzeug besaßen waren gekommen um die tollen Autos zu bestaunen. 

Große Attraktion: Ford T 1922

Besondere Favoriten bei den Kindern waren die Fahrzeuge mit den höchsten PS-Angaben auf den Informationsblättern, auch die Autos mit den buntesten Farben oder die mit Sonderlackierungen kamen bei der Jugend besonders gut an. 

Beeindruckte durch PS und Lackierung

Aber nicht nur die großen Autos sorgten für reges Interesse, auch die Modellautos, die Peter Schindl von "Pumpkin Models" in großer Zahl ausstellte sorgten für viel Freude. Immerhin waren ja alle käuflich erwerbbar und dies wurde auch reichlich ausgenutzt! 

Vier Leckerbissen am Stand von Automobile Riekmann

Neben Modellfahrzeugen gab es Lederwaren, Emailschilder, Autoersatzteile und sonstiges Zubehör bei weiteren Ständen zu kaufen. Ebenfalls einen Höhepunkt für die kleinen Besucher stellte der Zauberer Helmut dar, der in der Kinderecke seine Kunststücke zum Besten gab. 

Kaufinteressent am Firmenstand

Für musikalische Untermalung sorgten auch diesmal, schon traditionell, wieder die Dominos. Auch die gastronomische Versorgung lag dieses Jahr wieder in gewohnten Händen und man erfreute sich an knusprigen Henderln, Bratwürsteln, Pommes Frittes und sonstigen Köstlichkeiten. 

Eines der besten Autos am Platz: Corvette 1958

Zur Nachspeise oder für Zwischendurch empfahl sich das Clubcafé. Dort bekam man neben frisch gebrühtem Kaffee auch eine Vielzahl an verschiedenen Mehlspeisen, die durchwegs von den weiblichen Clubmitgliedern selbst gebacken wurden. Dieser Stand zog wie jedes Jahr die meisten Besucher in seinen Bann.

Eine Corvette im "Tiroch-Look"

Es herrschte während des ganzen Sonntags trotz des manchmal aufkommenden Windes ein reges Treiben auf dem großen Parkplatz der Shopping City Süd. Es ging im Großen und Ganzen um "sehen und gesehen werden", schließlich sind ja fast alle stolz auf ihre schönen Fahrzeuge. 

Sehen und gesehen werden

Während sich die Teilnehmer auf dem weitläufigen Gelände umsahen und fachsimpelten, plauderten und diskutierten, gingen Clubfunktionäre durch die vielen Fahrzeugreihen um die Bewertung der Autos durchzuführen. Dies ist immer eine recht undankbare Tätigkeit, da ja bei vielen schönen Fahrzeugen die Auswahl sehr schwer fällt. 

Freund unseres Hauses Knud Tiroch mit Harley-Eigenbau "Profiler"

Am Ende der Veranstaltung wurden dann die schönsten Fahrzeuge mit Pokalen ausgezeichnet und von ihren Besitzern dem Publikum vorgestellt. Mehrere besonders Glückliche bekamen sogar zwei Pokale, da sie mit zwei perfekten Fahrzeugen angereist waren, die beide einen Preis erhielten. So errang beispielsweise der bekannte Designer und Airbrush-Künstler Knud Tiroch, seit vielen Jahren Freund unseres Hauses, mit seiner spektakulären Eigenbaumaschine "Profiler" mit Harley-Davidson Motor den Pokal für das schönste Bike und in der Kategorie Streetmachine gewann er mit seinem soeben fertiggestellten Pontiac GTO 1969 auch mit dem ersten Platz den Siegespokal.

Pontiac GTO 1969 von Knud Tiroch

Ebenfalls zwei erste Plätze erzielte unser Freund Robert Eckenberger mit seinem 1957er Chevy Bel Air Hardtop bei den American Classics und mit dem erstklassig restaurierten 1971er Chevrolet Camaro Z-28.

57er Chevy unseres Freundes und Doppelsiegers Robert Eckenberger

Rechtzeitig zur Preisverleihung wurde auch die Bilanz der Veranstaltung gezogen.Immerhin blieben nach dem Abzug aller Ausgaben immer noch 11.000.- Schillinge über. Auf Grund der geringeren Besucherzahl kam zwar nicht soviel zusammen wie im Vorjahr, der Samariter Bund nahm den Scheck aber trotzdem gerne an.

Preisträger: De Soto 1938 mit Insassen im Gangsterlook

 

 


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