Als größte Indoor-Messe der internationalen Oldtimer-Szene war die 16. Techno Classica Essen vom 1. bis 4. April 2004 wieder einmal Handelsplatz, Automobilia-Markt, Informations-Börse, Markt-Barometer, Trend-Anzeiger, Diskussions-Forum, Klassik-Leistungsschau der Industrie und der Restaurierer, Club-Podium, Ersatzteil-Fundgrube für Klassiker, Historik-Podium für Automobil-Hersteller, Literatur-Shop, Modellauto-Börse und vor allem Schaufenster der Klassik-Fachhändler aus aller Welt – ein klassisches Universal-Erlebnis ersten Ranges also.

 

 

Alle Hallen zum Bersten mit Exponaten gefüllt

Foto © Automobile Riekmann

 

Wie jedes Jahr so auch heuer war diese Show der Superlative gewürzt mit neuen Ideen und überraschenden Attraktionen. Die 16. Techno Classica war mehr als nur eine Klassik-Messe zum Beginn der neuen Oldtimer-Saison: Sie ist seit Jahren die größte und renommierteste Messe der Welt für Oldtimer, Classic Cars, Motorräder, Ersatzteile, Restaurierung und Prestige-Automobile.

 

 

Auch der 911er feiert Jubiläum

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Die deutschen Autohersteller und die wichtigsten Importeure nutzten die Techno Classica, ihre Traditionen und damit ihr Image zu pflegen, ihre Historien mit aufwändigen Infotainment-Ständen eindrucksvoll zu präsentieren und die emotionale Verbindung zwischen ihren attraktiven Klassikern und aktuellen Automobilen herzustellen. Sie machten die Techno Classica zum weltgrößten Klassik-Podium der Automobil-Industrie.
 

 

Chrysler 300 bei DaimlerChrysler

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So zeigte beispielsweise der DaimlerChrysler Konzern auf seinem großzügigen Stand einige ganz besondere Exponate. Darunter besonders zu erwähnen wäre ein hervorragend restaurierter roter 1955er Chrysler 300, ein mächtiger Maybach Zeppelin DS 8 und der legendäre 300 SLR von Rudolf Uhlenhaut, dem der neue Mercedes SLR McLaren gegenüber stand.

 

 

Legende: Uhlenhaut SLR

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Der BMW-Konzern erfreute die Herzen seiner Liebhaber mit einer ganzen Halle voller Fahrzeuge. Beginnend von der Zeit um die Jahrhundertwende war die Geschichte der Marke mit unzähligen Exponaten dargestellt. Auch auf diesem Stand gab es einige besonders erwähnenswerte Fahrzeuge zu sehen. Neben dem BMW 327, dem 503er und dem 507er erfreute ganz besonders ein Auto das etwas ältere Publikum, das sich noch an die Fernsehserie "Isar 12" erinnern konnte: Da stand er, frisch wie seinerzeit im Fernsehen, Isar 12, der Polizeiwagen aus der Zeit als das Fernsehen auch bei uns endlich halbwegs leistbar wurde.

 

 

Isar 12 in alter Frische

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Am Stand von Citroen erfuhr man, dass die Idee mit den versenkbaren Stahlhardtops, die neuerdings bei den Cabriolets in Mode gekommen ist, längst nicht so neu ist wie es scheint! Hatte Peugeot doch bereits in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts einige 401er und 601 Modelle damit ausgerüstet. Eines der späteren Modelle, der 402 Eclipse war in Essen zu bewundern.

 

 

Peugeot 204 Eclipse

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Die 16. Techno Classica war mehr als nur eine Klassik-Messe zum Beginn der neuen Oldtimer-Saison: Sie war und ist die größte und renommierteste Messe der Welt für Oldtimer, Classic Cars, Motorräder, Ersatzteile, Restaurierung und Prestige-Automobile. Mehr als insgesamt 850 Aussteller aus über 15 Ländern präsentierten den über 100.000 Besuchern an den vier Messetagen in den insgesamt 19 Hallen der Messe Essen ihr Angebot – sie machten die Ruhr-Metropole in dieser Zeit zur Klassik-Welthauptstadt.
 

 

Renault Willys Interlagos 1963 besondere Rarität am Renault Stand

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Seit der ersten Techno Classica verzeichnete die Klassik-Messe stets hohe Zuwachsraten. Auch für 2004 standen die Zeichen dafür gut: Um den gewachsenem Platzbedarf zu befriedigen, vergrößerte der Veranstalter ihre Ausstellungsfläche von 85.000 auf 110.000 Quadratmeter. Das Erfolgsrezept der Techno Classica erscheint simpel, erfordert aber ein aufmerksames Ohr an der Szene: Stets neue Ideen verwirklichen, Neuland betreten. An neuen Anregungen aus der Oldtimer Szene mangelte es den Klassik-Spezialisten des Techno Classica Veranstalters "S.I.H.A. Ausstellungen Promotion" aus Herzogenrath angesichts aktueller Entwicklungen freilich nicht.
 

 

Wie alle Hersteller zeigte auch VW-Audi einige interessante Youngtimer

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Die 16. Techno Classica Essen hat dementsprechend folgende Bereiche neu in das Veranstaltungskonzept eingebaut oder verstärkt dargestellt: Youngtimer, Klassik-Tuning, Prestige Automobile, Historische Nutz- und Feuerwehrfahrzeuge, Techno Classica Akademie, Techno Classica Open Air und Techno Classica Eurotime.
 

 

Golf Prototyp mit luftgekühltem VW-Käfermotor vorne montiert

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Mit rund 2.000 klassischen Automobilen im Angebot professioneller und privater Oldtimer- und Youngtimer-Verkäufer war die 16. Techno Classica zudem der weltgrößte Handelsplatz für Oldtimer unter einem Dach. Und die mehr als 130 Klassik-Clubs, die sich mit meist phantasievollen Inszenierungen präsentieren, machten die 16. Techno Classica zum größten internationalen Clubtreff.

 

 

Einer von 55 gebauten MG Jacques Coune Coupes am MG-Clubstand

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Die S.I.H.A. unterstützte die Oldtimer- und Markenclubs, indem sie den Amateuren die für ihre Auftritte benötigten Standflächen kostenlos zur Verfügung stellte und hohe Geldpreise für die von einer Club-Jury als besonders phantasievoll gekürten Clubstände ausschüttete. Entsprechend waren alle Clubs bemüht schöne oder originelle Stände aufzubauen, was in sehr vielen Fällen hervorragend gelungen ist!

 

 

VW-Clubstand: Nachgestellte Szene nach einem Werbeplakat von 1965

 

Eines der Hauptthemen auf dem großen, zentralen Techno Classica Display war das 100jährige Jubiläum der Firma Rolls-Royce. Die S.I.H.A. präsentierte zur Feier des Tages, eine Parade der edelsten Autos mit dem Doppel-R auf dem Kühler. Man hatte hier wahrlich eine eindrucksvolle Ausstellung zusammengetragen.

 

 

Einer der vielen Rolls Royce Klassiker

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Neben anderen Jubiläen feierte man auch 50 Jahre Mercedes 300 SL. Das Angebot an diesen normalerweise seltenen Klassikern war derart groß, dass man sich bei einigen Händlern sogar die Farbe aussuchen konnte, was diesem Modell fast Dutzendwaren-Charakter verlieh. Egal ob Flügeltürer oder Roadster - hier wurde man fündig, ein wenig Erspartes natürlich vorausgesetzt! Ein besonderer Hingucker in Anbetracht des Überangebotes war am Stand des 300 SL Spezialisten HK-Engineering zu sehen. Es handelte sich dabei um ein unrestauriertes Exemplar im Urzustand, dem wahrscheinlich bald wieder zu neuem Glanz verholfen wird.

 

 

Hob sich aus der Masse der vielen 300 SL: Restaurierungsobjekt

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Begleitend dazu gab es in diesem Jahr eine große Sonderschau des automobilen Hochadels aus Vorkriegszeiten: Der Techno Classica-Veranstalter zeigte im Ausstellungszentrum in Halle 6 eine Sonderschau mit Super-Raritäten vom Schlage eines Cadillac V16, Hispano-Suiza H6, Horch 853 Sport Cabriolet, Maybach Zeppelin, (sogar zwei!) Mercedes-Benz 540 K Spezial Roadster, Alfa Romeo 8 C, Bentley Blower, Delage, Voisin, Bugatti oder Graham-Paige.

 

 

Mercedes 540 K Spezialroadster von 1936

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Die Verbindung zur Moderne schafften die unter dem Stichwort Prestige-Automobile präsentierten Super-Autos aktueller Produktion wie beispielsweise der Lamborghini Gallardo, Ferrari Enzo, Bentley Coupé, der neue Aston Martin und wie bereits erwähnt, der Mercedes-Benz SLR McLaren.

 

 

Packard V-12

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Auch die Klassik-Händler, -Restaurierer und -Profis wetteiferten damit, besonders seltene, schöne und außergewöhnliche Klassiker zu zeigen: Eine Jury aus Chefredakteuren renommierter internationaler Fachzeitschriften wählte aus den ausgestellten Klassikern „The Best of Show“ und verhalf den so gekürten Oldies zu großer Popularität.

 

 

Bentley Drophead am Stand von Händlerkollegen Steenbuck

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Nicht zuletzt kamen auch Automobilia-Sammler voll auf ihre Kosten: Kunstgalerien für das Spezialgebiet Auto-Kunst, Autobuchhändler mit riesigen Angeboten antiquarischer und aktueller Automobil-Literatur und rund 30 renommierte Modellauto-Spezialfirmen machten die Techno Classica zu einem der ergiebigsten Jagdreviere für Klassik-Enthusiasten.

 

 

Wer die Wahl hat, hat die Qual....!

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Daneben waren für Modell-Sammler die beliebten limitierten Techno Classica Sonderauflagen ein weiterer Publikumsmagnet. Konkrete Hilfe bei Alltagsproblemen mit Oldies, beim Kauf, beim Unterhalt, bei der Versicherung bot die bei der Techno Classica präsenten Oldie-Versicherer, Klassik-Speditionen, Oldie-Spezialfinanzierer, Spezial-Sachverständige und auch Hersteller von speziellen Pflegemitteln oder Zubehör.

 

 

Horch 853 A von Händlerkollegen C.F. Mirbach

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Die Liste unserer teilnehmenden Profi-Händlerkollegen liest sich auch in diesem Jahr wieder wie das Who is Who der Klassik-Szene: Die Lukas Hüni AG aus Zürich gehörte ebenso zu den Anbietern wie beispielsweise Frank Dale & Stepsons aus London Michael Olu Brinkert aus Recklinghausen, Del Priore aus Lehrte, E. Thiesen aus Hamburg, Feierabend GmbH Klassik-Technik aus Würzburg, Hackenberg Restaurierungen aus Leverkusen, Kölnberger aus Aachen, Axel Schütte aus Oerlinghausen, Christoph Grohe aus Buchillon in der Schweiz, die Galerie des Damiers aus Cassel in Frankreich, Bruno Vendiesse aus Lille in Frankreich, Aaldering Classic & Sportscar aus Brummen in Holland, Oldtimer Center Osnabrück und Otto Tönges aus Göttingen um nur einige zu nennen!

 

 

Seltener Voisin in unrestauriertem Zustand

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Diese Oldtimer-Profis boten das komplette Spektrum klassischer Automobile: Von der Vorkriegs-Rennwagen Rarität à la Alfa Romeo 8C 2300 Monza und ERA, über Nachkriegs-Rennsport- und Tourenwagen à la Maserati Tipo 61 Birdcage, Jaguar D-Type, Alfa Romeo GTA, Ford Cortina Lotus bis hin zu frühen Automobilen à la Loreley, Minerva, Opel Laubfrosch, Mercedes-Benz 540 K Spezial Roadster, bis hin zu Nachkriegs-Autos wie Mercedes-Benz 300 SL, Shelby Cobra 289, Lancia Flaminia, Ford Buckel-Taunus und Chrysler New Yorker blieb kein Käufer-Wunsch unerfüllt. Die Preisspanne reichte vom mehre Millionen teuren Mercedes-Benz SSK bis hin zu dem für wenige Tausend Euro angebotenen VW Käfer.

 

 

Racing Cobra von Händlerkollegen Klaus Werner

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Einen besonderen Schwerpunkt des Techno Classica-Angebots bildeten in diesem Jahr die so genannten Youngtimer. Es sind dies Automobile im Grenzegebiet zwischen Gebrauchtwagen und Klassiker im Alter zwischen 15 und 30 Jahren – die mittlerweile zum Kult reiften. Biedermänner wie Opel Rekord, Ford Granada, Mercedes-Benz 240 D W 123 standen einträchtig neben potenten Sportwagen wie Porsche 911, 944 und Datsun 280 ZX. Dazu umfasste das Youngtimer-Spektrum auch Luxusschlitten wie Mercedes-Benz 500 SL W 126 und Jaguar XJ. Sie boten Einsteigern günstige Gelegenheiten, sich mit überschaubarem finanziellen Aufwand mit dem faszinierenden Klassik-Hobby zu beschäftigen.

 

 

Besonders schönes Exemplar eines so genannten Youngtimers

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Das galt auch für den Schnäppchenmarkt auf dem Freigelände 1 zwischen den Hallen 5, 6 und 9. Auf dem Markt für günstige Gelegenheiten bieten überwiegend Amateure ihre Klassiker an, die lediglich eine Bedingung erfüllen müssen: Ihr Preis muss unter der 10.000 Euro-Grenze liegen. Mehr als 100 dieser Autos standen dort zum Verkauf. Die Techno Classica förderte diesen Markt durch besonders günstige Standgebühren.

 

 

Ob Mama wohl zu überreden ist?

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Alles in allem war Techno Classica auch im Jahre 2004 wieder eine Reise wert. Die vielen Eindrücke werden unvergessen bleiben und viele aufgegriffene Ideen werden wohl in den kommenden Monaten in die Tat umgesetzt werden. Eines steht jedenfalls schon heute fest: Die Techno Classica 2005 stellt einen festen Bestandteil der Reiseplanung für das nächste Jahr dar!

 

Falls Sie sich an den schönen Fotos noch nicht satt gesehen haben, besuchen Sie unsere 5-teilige Fotogalerie die weitere Bilder dieser  schönen Veranstaltung enthält.

 

 

 


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