Kurt Hauenstein ist tot


Eine große österreichische international hoch geschätzte Poplegende Kurt Hauenstein hat am 20. März 2011 völlig unerwartet für immer die Augen geschlossen. Geboren am 14. Jänner 1949 begann seine Karriere in Frankfurt am Main wohin er gegen Ende der 1960er Jahre zog. Zusammen mit einigen Musiker-Kollegen gründete er die Formation "Supermax". 1977 erschien das erste Album "Don't Stop The Music". Dem folgten zahlreiche Auftritte anlässlich einer Tour durch Deutschland.

Supermax auf der Bühne wie ihn alle kannten

Foto © Rogernot

Kaum 11 Monate nach dem erfolgreichen ersten Albums gelang Supermax mit der zweiten LP "World Of Today" die Sensation! Die Aufnahme brachte die erste Goldene Schallplatte und machte die Gruppe schlagartig zur meistverkauften Band von WEA Records! Der Hit "Lovemachine" ist bis heute populär wie am ersten Tag. Es folgte ein Tour durch ganz Europa mit mehr als 160 Auftritten!

Artur M. Riekmann überreicht die Schlüssel des Chevy Suburban

Foto © Automobile Riekmann

Gegen Ende 1978 verließ Kurt Hauenstein Europa und zog in die Karibik. Er holte sich dort neue Inspirationen und schaffte mit seinem dritten Album "Fly With Me" seinen internationalen Durchbruch. Während der 1980er Jahre tourte Supermax als erste westliche Band durch zahlreiche Ostblock-Staaten und wurde vom Publikum vergöttert. In Südafrika sorgte er für Aufregung als er Auftritte mit gemischtrassiger Besetzung veranstaltete. Seiner Überzeugung zu folge ließ er sich auch nach diversen Todesdrohungen nicht von seinem Vorhaben abbringen und sorgte für Tumulte.

Es folgten Tourneen in verschiedenen Kontinenten, zahlreiche Auftritte mit prominenten Musikergrößen und etliche neue Alben kamen kontinuierlich auf den Markt. Auch in diversen Soloprojekten engagierte sich Kurt Hauenstein. So produzierte er zum Beispiel die Gruppe Bamboo und arbeitete während der 1990er Jahre mit Musikern aus Osteuropa am Projekt "Yaku, einer Kombination aus östlicher Folklore und Dance Music.

Kurtl, wir werden Dich nie vergessen!

Foto © Automobile Riekmann

Auch im neuen Jahrhundert arbeitete Kurt Hauenstein unermüdlich in seinen Studios in der Excalibur City und in Sofia. Supermax tourte zudem durch ganz Russland und spielte in ausverkauften Häusern vor begeisterten Fans. Immer wieder kehrte Kurt nach Österreich zurück, obwohl hier seine wahre Bedeutung nicht so zu Bewusstsein kam wie er es verdient hätte. Keinen geringen Anteil an dieser Tatsache hatte der ORF, der von Beginn der Karriere von Kurt Hauenstein an ein gestörtes Verhältnis zu dem Künstler hatte, der sich nie ein Blatt vor den Mund nahm und immer das sagte was er sich dachte. Dies passte halt gewissen Herren nicht....! Die Folge war, dass Supermax vom ORF ignoriert wurde und kaum gespielt wurde. Wieder einmal ist dies ein typisch österreichisches Schicksal - Ein großer Künstler wurde im Ausland mehr geschätzt als in seiner Heimat! That's Austria!

Unser gesamtes Team trauert um einen großen Mann, der am 1. April 2011 zu Grabe getragen wurde, und entbietet sein Beileid seiner Familie, seinen Freunden seinen Mitarbeitern und seinem Management! Rest in Peace Kurtl, we never forget you!

 



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