Bildbericht über das Corvette-Treffen der Superlative


Vom 24. bis 26. August schlugen die Herzen tausender Corvette-Liebhaber aus unzähligen Ländern der Welt höher. Es war wieder einmal soweit: Carlisle lud bei herrlichstem Sonnenschein zu dem traditionellen Corvette-Treffen schlechthin: "Corvettes at Carlisle"! 

Das Gelände beginnt sich zu füllen

Foto© Scott Freeman

Zum diesjährigen zwanzigsten Jubiläum hatte sich die Anzahl von 1.200 im Vorjahr vorangemeldeter verkaufswilliger Teilnehmer heuer auf 1.800 erhöht! Im Laufe der Jahre war das Treffen immer populärer geworden, so dass man heute ohne weiteres davon sprechen kann, dass "Corvettes at Carlisle" sich zu einem der größten Corvette-Treffen der Welt entwickelt hat. Es steht in direkter Konkurrenz mit dem nicht minder bekannten "Corvettes at Bloomington".

Corvettes soweit das Auge reicht

Foto© Scott Freeman

Das riesige Gelände auf dem dieses Corvette-Event der Superlative abgehalten wurde, war in mehrere Felder eingeteilt auf denen ein jeweils unterschiedliches Programm abgehalten wurde. Da war zum Beispiel das sogenannte "Fun-Field" welches bereits seit mehreren Jahren von Mid-America Designs gesponsert wird. Hier fand man kunterbunt durcheinander viele hunderte Corvettes aller Kategorien nebeneinander aufgestellt. Es gab hier neben ganz normalen im Alltag benutzter Corvettes jeglichen Zustandes bis zum peinlichst genau restaurierten Sammlerfahrzeug. Hier war jedes einzelne Baujahr in fast jeder vorstellbaren (teils auch unvorstellbaren) Farbe vertreten. 

Hervorragend restauriert: Corvette 1961

Foto© Scott Freeman

Die größte Sensation stellte der 1962er Corvette Roadster von Rich und Barbara Lagasse dar, der mit unglaublichem Aufwand auf den letzten Stand der Technik gebracht wurde. Nicht nur das Fahrgestell wurde mit den Achskomponenten der nagelneuen C5 Corvette ausgerüstet, sondern auch das Triebwerk von der neuen schnellen Z06 Corvette fand Einzug in den Motorraum dieses wirklichen Superautos. Die Qualität der Umbauarbeiten und die Ausführung aller anderen Tätigkeiten stellt fast alles bisher bekannte in den Schatten. Auch das zweite ausgestellte Fahrzeug der Familie Lagasse, ein 1967er Big Block Roadster war auf Grund der hervorragenden Umbauarbeiten bereits Preisträger bei Corvettes at Carlisle 1999! Das Auto wurde bei 11 Shows präsentiert und räumte gleich 23 Preise ab! Einer der gleich dreimal zu den beiden Autos zurück kam war Dave Hill, Entwicklungsingenieur der Corvette bei General Motors, der gleich seinen ganzen Technikerstab mitschleppte. So etwas hatten selbst diese Profis noch nicht gesehen!

Rich und Barbara Lagasse's Corvettes

Sensation: die beiden Corvettes der Familie Lagasse

Foto© Rich und Barabara Lagasse

Dadurch, dass auch die Unmenge an angereisten Corvettes auch ohne Vorregistrierung für das "Fun Field" am Ausstellungsgelände parken durften kam es zu einer spektakulären Ansammlung tausender Fahrzeuge, die alle mit dem Emblem mit den gekreuzten Flaggen geschmückt waren! Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war der Ansturm auf das riesige, jedoch mit Ausstellern, Verkaufsplätzen, Sonderausstellungen vieler Hersteller, Gastronomieständen und Autos restlos überfüllte Gelände so groß, dass viele Corvettes nicht mehr Aufnahme fanden und außerhalb auf Parkplatzsuche gehen mussten.

Corvette 1967

Foto© Scott Freeman

Besonders großes Interesse der Besucher weckte auch die Sonderausstellung "Chip's Choice" in der der Veranstalter Chip Miller seine ganz persönlichen Favoriten präsentierte. Alle Autos in dieser Ausstellung waren Träger der sogenannten "Triple Crown". Dies ist eine Auszeichnung, die ein Auto nur dann bekommt, wenn es bei all den drei großen Corvette-Bewertungen einen NCRS Top Flight, eine Bloomington Gold Certification und einen Gold Spinner beim Chevy Vette Fest für eine Top-Platzierung für absolute Originalität und perfekten Zustand erhält.

Dieser Roadster wartet auf die Preisrichter

Foto© Scott Freeman

Da es dieses Jahr keine Auktion von Fahrzeugen gab war die Alternative der sogenannte "Corvette Salon", ein Verkaufszelt in dem dreißig besonders exquisite Corvettes angeboten wurden und einen neuen Besitzer suchten. Einige Highlights darunter stellten die folgenden Raritäten dar: 1999er Mallett 435 Coupé, 1999er Lingenfelter Stage II Twin-Turbo Coupé, 2000er Lingenfelter 383 Coupé, 1989er Corvette Challenge Rennwagen, 1969er Motion Phase III 427 GT, 1994er Callaway, 1959er Big Brake, 1996er Grand Sport fabrikneu, 1989er Callaway Twin Turbo Aerobody, 2000er GTR Convertible, 2001er Avelate Coupe, 1956er Salt Flats Rekord Halter, 1980er Turbo Vette Replicar.

Cabrio zu verkaufen

Foto© Scott Freeman

Eine der wichtigsten Attraktionen, wenn nicht die wichtigste stellt für einen Großteil der Besucher der gigantische Teilemakt dar. Man sagt, dass wenn man einen Teil für eine Corvette sucht, sei er auch noch so ausgefallen, hier ist der Ort wo man Ihn mit Sicherheit findet. Findet man das gesuchte Teil hier nicht, so existiert es gar nicht! Man kann hier aus einer Flut an gebrauchten und neuen Ersatzteilen wählen, das Angebot an Verkaufsständen ist größer als das Auge reicht. Wird man fündig, so ist es angesagt das Objekt der Begierde sofort zu kaufen, dann man kommt kaum wieder an den selben Ort zurück, denn man braucht wirklich den ganzen Tag um den Teilemarkt zu durchwandern!

Pace Car 1978 mit nur 300 Meilen!

Foto© Scott Freeman

Auch für sonstige Unterhaltung war bestens gesorgt. Es gab zur Freude der Damenwelt eine tolle Modeschau und zur Unterhaltung beiderlei Geschlechts die Wahl zur Miss Carlisle, bzw. Mr. Carlisle. Einen der absoluten Höhepunkte stellte aber zweifellos die Corvette-Parade, die am Samstag Abend durch die Stadt führte und mit einem fröhlichen Straßen-Tanzfest endete.

Während all dieser Treiben bemühten sich eine Vielzahl von sachverständigen Juroren um eine genaue Beurteilung der zur Bewertung angetretenen Fahrzeuge. Jedes auch noch so winzige Detail am Fahrzeug wurde kontrolliert und bei jedem noch so minimalen Restaurierungsfehler gab es gnadenlos Punkteabzüge, die oft den Traum von einer Top-Platzierung zerplatzen ließen. Aber eines gab allen Enttäuschten Trost: Nächstes Jahr gibt es ja wieder eine Bewertung und diesmal weiß man ja alle Schwachpunkte. In einem Jahr lässt sich auch schon mancher Fehler ausmerzen!  


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