Poster Euromeet

Kunde von Automobile Riekmann siegt beim  23. Corvette Euro Meet 1999


Einmal jährlich  lädt der SCCI, der Swiss Corvette Club International, zu einem Internationalen Corvette Treffen. Jedes Jahr wird dafür eine andere europäische Rennstrecke ausgesucht. Das heurige 23. Corvette Euromeet des SCCI wurde dieses Jahr wieder einmal in Salzburg auf dem Salzburgring abgehalten. Eine wahrhaft günstige Gelegenheit für uns Österreicher sich dem Corvette-Fieber hinzugeben. 

Crvette Grennwood

Eine klassische Greenwood Corvette aus der Schweiz

Man hatte diesmal als Gäste die Mitglieder des Schweizer Chapter des Viper Clubs of America geladen. Mit etwa 40 Fahrzeugen war dieser recht stark vertreten, besonders wenn man bedenkt, dass die Viper auf eine relativ kurze Geschichte zurückblicken kann. Von den Corvettes waren natürlich mehr vertreten, etwa 150 Stück aus mehreren europäischen Ländern trafen sich hier zum größten europäischen Corvette Rennereignis. 

Allradcorvette

Jedem Bergbauern seine Corvette!

Es wurden verschiedene Bewerbe durchgeführt, wie Slalom, Beschleunigungsrennen, Rundstreckenrennen verschiedener Klassen und als Krönung der „Grand Prix“, der von den schnellsten Fahrzeugen aller Klassen bestritten wurde. Bereits am Freitag fanden sich die meisten Teilnehmer ein, um Samstag früh bereit zu sein sich der Konkurrenz zu stellen.

Corvette Grand Sport Replika

Wunderschöne, aufwändige Grand Sport Replik

Der Samstag begann zuerst einmal mit dem Fahrerlehrgang, besonders für diejenigen, die noch nicht viel oder keine Erfahrung auf einer Rennstrecke hatten und war obligatorisch für alle Teilnehmer. Es wurden die wichtigsten Grundregeln für richtiges Verhalten während des Rennens vermittelt. Anschließend wurden die zum Corvette- und Viper-Slalom registrierten Teilnehmer an den Start dieses sehr interessanten Bewerbes gerufen. 

Corvette Pace Car beim Slalombewerb 

Viele Teilnehmer zeigten ihr Können und vermittelten den Zuschauern ein Bild der Leistungsfähigkeit ihrer Fahrzeuge. Dies war kein Leichtes, da die abgesteckte Strecke ja durch den starken Regen und die starken Motorleistungen der Autos schwer zu bewältigen war. Man sah wirklich eindrucksvolle Darbietungen. Manche gaben sich spektakulär, manche übertrieben es und wurden mit einem Ausritt bestraft. Passieren konnte ja nichts, denn der Slalom war auf einem großen Platz gesteckt mit ausreichenden Freiflächen für etwaige „Ausrutscher“. 

Warten auf die Freigabe der Rennstrecke

Überhaupt, und das muss man lobend erwähnen, war die Sicherheit von Teilnehmern genauso wie die von den Zuschauern das oberste Gebot für den Veranstalter. Die komplette Sicherheitsstaffel mit medizinischer Versorgung und jeder Menge Streckenposten war vor Ort um im Falle eines Unfalles das schlimmste verhindern zu können. 

Dodge Viper kurz vor dem Training

Unmittelbar nach dem Slalombewerb begann man mit dem freien Training um sich auf die folgende Qualifikation für die Startplätze in den verschiedenen Rennklassen vorzubereiten, leider bei nicht ganz idealen Wetterbedingungen. Trotzdem wurde hart gekämpft um sich an die Grenzen von Mensch und Maschine heranzutasten.

 Hans Hawlans Renncorvette

Der Österreicher Hans Havlan mit seiner Renn-Corvette

Nachdem das Vormittagstraining beendet worden warteten schon alle gespannt auf den nachfolgenden Bewerb, das Dragrace. Hier konnten sich die einzelnen Fahrer und deren Fahrzeuge in direktem Vergleich messen. Jeweils zwei Autos wurden nebeneinander aufgestellt und bekamen mittels Lichtsignal das Startzeichen. Es galt die Renndistanz von 400 Metern in der kürzest möglichen Zeit zurückzulegen. Hierbei kam es zu beinharten Duellen. Die Corvettes hatten teilweise sehr mit den starken Zehnzylinder-Vipers zu kämpfen, auch die schnellen ZR-1 Corvettes mussten das Leistungspotential ihrer 32-Ventiler-Motoren voll ausschöpfen. 

Spannendes Duell beim Dragrace

Die Darbietungen waren ungeheuer spannend, die Zuschauer waren gefesselt von dem tollen Schauspiel. Es war dies auch die große Stunde unseres Kunden Herrn Erwin Heinzelmann, einem deutschen Rennfahrer. Er brachte jenes 1966er Corvette „Big Tank“ Coupe an den Start, das er 1998 von Firma Automobile Riekmann gekauft hatte. Er verblüffte mit diesem einmaligen Fahrzeug alle Anwesenden, indem er einfach alle anderen konkurrierenden Autos in Grund und Boden fuhr und das Dragrace mit der schnellsten Zeit gewann! Wir gratulieren hiermit sehr herzlich zu dieser großartigen Leistung, denn Herr Heinzelmann betreut und tunt seinen Wagen selbst!

Corvette Coupe 1966

Erwin Heinzelmann mit dem Siegerauto von Automobile Riekmann

Anschließend gab es dann einen Gleichmäßigkeitswettbewerb, bei dem es nicht um Höchstgeschwindigkeit ging. Dies zielte in erster Linie auf die Fahrer ab, die ihr Auto auch einmal auf einer Rennstrecke bewegen wollten, aber das Risiko einen Schaden zu erleiden minimieren wollten. Auch hier gab es viele Teilnehmer, winkten doch auch für den Sieg in diesem Bewerb schöne Pokale.

Dodge Viper

Dodge Viper vor dem Start

Auf den Gleichmäßigkeitsbewerb folgte der zweite Teil des freien Trainings. Während der einzelnen Bewerbe blieb genug Zeit um sich in der Boxenstrasse umzusehen und um die vielen echten Renn-Corvettes genau zu betrachten. Es herrschte natürlich reges Treiben und viele Mechaniker arbeiteten fieberhaft an diversen Gebrechen. Es herrschte eine sehr freundschaftliche Atmosphäre. Ein besonders beliebte Box war diejenige des sympathischen Schweizer „Mohrenkopf“-Erzeugers Robert Dubler, der das Rennen mit seinem schwarzen 1957er Corvette Roadster bestritt. In dieser Box gab es nämlich kistenweise Mohrenköpfe, die man bei uns eher unter „Schwedenbomben“ kennt, zu freien Entnahme. Danke, die Dinger schmeckten echt super!

Corvette 1957

Robert Dubler mit seiner Corvette von 1957

Immer wieder wurde man angelockt von den harten Kämpfen, die sich die Autos auch während der Trainingsrunden lieferten. Zwischendurch gab’s für einige kurze Boxenstops um kleinere Einstellarbeiten durchführen zu lassen. Dann ging’s wieder zurück auf die Strecke um die Fahrzeuge erneut zu testen. Als Beobachter war man sehr erstaunt mit welcher Professionalität man mancherorts auftrat. Man konnte in vielen Boxen sehen, dass es kein billiges Vergnügen ist um mit seinem Auto ganz vorne mitzumischen!

Corvette Callaway

Callaway Coupe

Der erste wunderbare Renntag klang am Abend mit der Siegerehrung, bei der viele Fahrer ihre redlich verdienten Pokale überreicht bekamen, aus. Anschließend feierte man noch den Sieg oder freute sich einfach mit seinen Freunden über den schönen Tag, den man erlebt hatte!

Am darauf folgenden Sonntag nahte dann die Stunde der Wahrheit. Doch bevor man nachmittags den „Grand Prix“ startete gab es in der Früh wieder freies Training auf der Strecke. Bei allen Teilnehmern sehr beliebt war natürlich auch der auf das Training anschließende Korso für alle anwesenden Corvettes und Vipers, der nachmittags rund um den Salzburgring geführt wurde. Man kann sich neben dem herrlichen Anblick natürlich auch die einmalige Geräuschkulisse vorstellen! Über 150 Autos auf der Strecke - ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmer! 

Corvette Korso

Corso von über 150 Corvettes und Vipers auf dem Ring

Anschließend startete man das über 17 Runden verlaufende Viper-Rennen, bei dem die Vipers gegeneinander antraten, daraufhin das 17 Runden dauernde Corvette-Rennen. Die Krönung des Tages war dann natürlich das mit größter Spannung erwartete „Grand Prix Race“, die Königsklasse! 

Boxenstrasse

Die Meute in der Boxenstrasse

Die schnellsten Autos der einzelnen Rundstreckenbewerbe traten gegeneinander an. In allen Klassen wurde erbittert gekämpft. Zuschauer und Teilnehmer kamen alle voll auf Ihre Rechnung!  Besonders erfreulich war es, dass es auch einige österreichische Teilnehmer wie Gerhard Jörg, Klaus Kunczycki, Hans Havlan und Franz Dorfner jun. gab, die sich recht wacker teilweise sogar in der Rennklasse schlugen. Zum Glück gab es keine gröberen Zwischenfälle, nur einer der Fahrer hatte Pech als er seine vor einer Kurve ausbrechende Corvette nicht mehr abfangen konnte und mit der Leitschiene kollidierte. Das Auto hatte leider einen größeren Schaden aber der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Schade, dass es gerade dieses Auto erwischt hatte, war es doch wegen seiner geschmackvollen Kotflügelverbreiterungen einer meiner Favoriten.

Der Pechvogel des Tages

Der schöne Tag verging leider viel zu schnell. Nach erfolgter Siegerehrung ging es wieder heimwärts. Das Wochenende hat sehr viel Spaß gemacht und alle Teilnehmer freuen sich bereits jetzt schon auf das Treffen im nächsten Jahr!

 


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