7. Bremen Classic Motorshow mit Sonderschauen und Thementag


„Very british“ wird es bei der nächsten Bremen Classic Motorshow zugehen, die vom 6. bis zum 8. Februar 2009 in der Messe Bremen in die siebte Runde geht und einmal mehr zu Jahresbeginn mit Meilensteinen der Automobilgeschichte den Startschuss für die Oldtimersaison gibt. Das National Motor Museum Beaulieu aus England, private Sammler und der CHRSN e.V. (Club Historischer Renn- und Sportfahrzeuge Nürburgring e.V.) sorgen mit ausgesuchten Raritäten für echte Hingucker und seltenen Augenschmaus - versammelt in der diesjährigen Sonderschau. Eines der Highlights dürfte dabei der Napier „Gordon Bennett“ von 1903 sein – eines der Urgesteine der britischen Renngeschichte, dem der englische Motorsport durch seine Farbe den Namen „British Racing Green“ verdankt. Weitere Ausstellungsstücke: Der Bentley Mothergun von 1927 oder der Lotus Eleven Le Mans aus der Serie 2 von 1957 und viele andere mehr.

Napier „Gordon Bennett“ Rennwagen 1903

Foto © National Motor Museum Beaulieu

Dem National Motor Museum Beaulieu in England ist es zu verdanken, dass zur 7. Bremen Classic Motorshow eines der ältesten noch existierenden englischen Rennautos zu sehen ist. Der Napier „Gordon Bennett“ aus dem Jahre 1903, natürlich in „British Racing Green“, wird das Highlight sein. Der Vorgänger des Napier „Gordon Bennett“ war der besagte Napier 100 HP, der eigens für das 3. Gordon-Bennett-Rennen von Paris nach Innsbruck konstruiert worden war. Für das Rennen in Irland konstruierten die Engländer das Spezialmodell „Gordon-Bennett“, dass auch in Bremen zu sehen ist. Unter der Haube ist ein wassergekühlter Vierzylinder-Motor eingebaut, der über 7708 Kubikzentimeter Hubraum verfügt und eine Leistung von 40 PS erbringt. Der Motor ist vorne eingebaut, der Antrieb erfolgt über die Hinterräder. Beim 4. Gordon-Bennett-Rennen war es aber untermotorisiert und belegte nur Platz fünf.

BRM V16 Rennwagen 1950

Foto © National Motor Museum Beaulieu

Einen Querschnitt durch die Geschichte britischer Motorräder zeigt die Sonderschau im Zweiradbereich der Bremen Classic Motorshow vom 6. bis 8. Februar. Fünf Jahrzehnte voller innovativer Technik, klassischem Design und sportlicher Aura – ganz gleich, ob die Maschinen nun aus der Zeit von 1901 bis 1914 oder aus den Golden Fifties stammen. Diese Zeitspanne umfasst die Jahre, in denen der englische Motorradbau in der Welt tonangebend war. Möglich wird die Ausstellung durch die Mitglieder des Veteranen-Fahrzeug-Verbandes e.V., denn es sind vorwiegend ihre Maschinen, die hier präsentiert werden. Martin Grundmeyer, der die Ausstellung organisiert und betreut, erklärt dazu: „Wir haben alles Erdenkliche getan, um das bereits in den Vorjahren erreichte hohe Niveau mindestens zu halten, wenn nicht gar zu übertreffen!“

Bereits vor dem ersten Weltkrieg waren britische Maschinen durch sportliche Wettbewerbe und die Anforderungen des Alltags auf Zuverlässigkeit bei hoher Leistung getrimmt. Während hierzulande zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine restriktive Steuergesetzgebung und soziale Ressentiments Motorradfahrern das Leben schwer machten, fuhren in England ganz selbstverständlich auch sportliche Damen, erfolgreiche Unternehmer oder geistliche Herren in Beruf und Freizeit Motorrad. Das Tempolimit im Vereinigten Königreich umgingen die Briten zunächst, indem die Auto Cycle Union ihre Motorradrennen auf der Isle of Man abhielt und viele Wettbewerbe von vorne herein im Gelände ausgetragen wurden. Aus einer sportlichen Haltung, einer generellen Technikbegeisterung und den technischen Möglichkeiten der Produktion in der britischen Industrie entstand eine vielgestaltige Motorradszene, wie sie weltweit bis in die 70er Jahre ihresgleichen suchte. Für die ersten sechs Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts legte der britische Motorradbau die Messlatte für die Konkurrenten hoch.

Legendäre Wooler "Flat Four" von 1953

Foto © National Motorcycle Museum

Unbestrittener Star der Show ist die rare Wooler „Flat Four“ von 1953. Der vierzylindrige Boxermotor mit dem Kardantrieb zum Hinterrad in der Konstruktion des John Wooler verkörpert prinzipiell die Deutsche Schule des Motorradbaus, dürfte aber den meisten europäischen Motorradfreunden vollkommen unbekannt sein. Keine 100 Maschinen dieses Typs der kleinen Marke entstanden, und weniger als ein Dutzend davon überlebte weltweit. Noch niemals bisher war auf dem Kontinent eine Wooler ausgestellt. Die Wooler ist ein erstklassiges Beispiel für die Mischung aus kühlem Pragmatismus und selbstbewusster Exzentrik, die britische Maschinen so einzigartig macht. Von englischer Kreativität zeugen auch die flüssig gekühlten Zweitakter von Scott, die Quadratvierzylinder von Ariel oder die vierventilige Rudge, die in den zwanziger Jahren schon mit integralen Bremssystemen brillierten.

Mehr als zwei Dutzend britische Zweirad-Legenden zeigen in Bremen ein faszinierendes Lexikon des britischen Motorradbaus: Von AJS über Ariel, Brough Superior, BSA, Douglas, HRD, Matchless, Norton, Royal Ruby, Rudge, Sunbeam, Triumph, Wilkinson, Velocette und Vincent bis zur erwähnten Wooler. Neben Maschinen mit beeindruckender Erfolgsgeschichte aus der Zeit britischer Dominanz auf den Rennpisten der Welt finden sich in der Show auch Konstruktionen, die perfekt für den harten Alltag auf zwei Rädern zugeschnitten waren.

Hunderte Raritäten zu bestaunen

Foto © MGH Bremen

Doch nicht nur bestaunt werden dürfen Oldtimer auf der Bremen Classic Motorshow: Es wird wie gewohnt eine große Verkaufsausstellung geben, den Teilemarkt mit den begehrten Ersatzteilen, einen großen Bereich Handel und Dienstleitungen mit dem Thema „Historischer Motorsport“. Natürlich sind auch die Vereine/Clubs aktiv eingebunden. Unter dem Zeichen des Wirtschaftswunders präsentieren diese die Automobilgeschichte der 50er Jahre von der Borgward Isabella über die „Knutschkugel“ BMW Isetta bis zum legendären Opel Kapitän. Musikalisch wird die Aktion begleitet mit Boogie-Woogie und Rock´n Roll-Untermalung der „Sweethearts“ und auch die Gastronomie lässt die „deutsche Hausmannskost“ wieder aufleben und lässt die Gäste bei Bowle oder Toast Hawaii in alten Zeiten schwelgen.

Rock 'n' Roll Show

Foto © Messe Bremen

Ebenso wird es die private Fahrzeugbörse geben, die im vergangenen Jahr mit über 100 Fahrzeugen im Angebot für regen Handel sorgte. Geplant ist auch eine private Zweiradbörse in Zusammenarbeit mit dem VFV – erste Verkaufsangebote liegen bereits vor.

Die Bremen Classic Motorshow eröffnet am Freitag, 6. Februar um 9 Uhr. Öffnungszeiten: Freitag, 6. Februar bis Sonntag, 8. Februar 2009 jeweils 9 bis 18 Uhr

Veranstaltungsort:

Messe Centrum Bremen

Bürgerweide

D-28209 Bremen

BRD

 

 

Öffnungszeiten:

Freitag 6.2.2008: 9:00 bis 18:00 Uhr

Samstag 7.2.2008: 9:00 bis 18:00 Uhr

Sonntag 8.2.2008: 9:00 bis 18:00 Uhr

 

Eintrittspreise:

Tageskarte:  13,00 €

Zwei-Tageskarte:  18,00 €

Feierabend-Ticket:  7,00 €

Ermäßigungskarte:  11,00 €

 

Wir wünschen dem Veranstalter gutes Gelingen und viel Erfolg bei diesem neuen Event und hoffen auf viele weitere Nachfolgeveranstaltungen in den kommenden Jahren!




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