Gerry Steinerbeim Dragrace in Bakersfield schwer verunglückt!


Mit großem Schrecken erhielten wir die Nachricht, dass Gerry Steiner beim Nostalgia Dragrace der Goodguys Serie am Samstag dem 8. März 2003 schwer verunglückte. Gerry "The Mad Austrian" Steiner -.Freund, Kunde und Geschäftspartner der Firma Automobile Riekmann - der auch unzähligen unserer Kunden mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist, stand am Zenith seiner Rennkarriere als er im Jahre 2002 die Weltmeisterschaft für Top Fuel Dragster, der Königsklasse im Dragstersport, gewann.

Gerry Steiner kurz nach dem Start der Unglücksfahrt

Während des Rennens von Bakersfield begann Gerry's über 400 km/h schneller Frontengine-Top-Fuel-Dragster etwa in der Mitte der 400 Meter langen Rennstrecke plötzlich aus bisher noch ungeklärten Gründen zu springen, schaukelte sich auf und geriet schließlich außer Kontrolle. Steiner blieb jedoch wie immer auf Vollgas ("Steiner never lifts the throttle pedal") schlitterte quer mit gestoppten 363 km/h über die Ziellinie. Leider kollidierte das Rennauto mit einer Leitschiene, überschlug sich danach mehrmals und schlitterte dann auf dem Kopf stehend über den Dragstrip. Leider brach der Wagen nicht an der Stelle auseinander, an der die Konstruktion es aus Sicherheitsgründen vorgesehen hatte, sondern hinter dem Motor. Aus diesem Grund wurde der Motor beim Aufprall in der Überrollkäfig hineingedrückt und das Ansaugscoop des Injectors traf Gerry auf dem Kopf.

Gerry unmittelbar vor der Kollision mit 363 km/h quer zum Strip ohne Bremsfallschirm!

Unmittelbar nach dem schweren Unfall waren Hilfsmannschaften und Sanitäter zur Stelle und befreiten Gerry unter größten Anstrengungen mit einer Hydraulikschere aus seinem vollkommen zerstörten Wrack. Leider erlitt Gerry bei den Aufschlägen des Dragsters am Boden und durch dem Zusammenprall seines Kopfes mit dem Injector schwerste Schädelprellungen. Er konnte sich nach seiner Bergung nicht bewegen und konnte auch nicht sprechen. Der Schwerverletzte wurde mit einem Notarzthubschrauber in das Kern Medical Center geflogen. Auf der Intensivstation der Klinik stellte man zweimal Atemstillstand fest, griff jedoch sofort ein. Nur sehr langsam stellte sich im Befinden des Patienten, laut Berichten seiner Tochter Gerilyn Steiner, Besserung ein. Sie erzählte jedoch dass Gerry schon wenige Tage nach dem Unfall wieder alles wahrnahm und auch mit leichtem Druck seiner Hand auf Fragen reagierte. Die behandelnden Ärzte meinten, dass dies ein sehr gutes Zeichen darstellte und waren der Ansicht, dass Gerry in einigen Wochen wieder genesen sein könnte. Es bestünden außerdem berechtigte Hoffnungen, dass der Rennfahrer keine bleibenden Gesundheitsschäden davontragen würde.

Die Ärzte sollten Recht behalten! Gegen Ende März war Gerry tatsächlich so weit genesen, dass er in das örtliche Krankenhaus seiner Heimatstadt San Jose überstellt werden konnte. Hier besserte sich sein Zustand weiter, bis er am 10.4.2003 endlich nach Hause entlassen werden konnte. Um seine Gesundheit vollständig wieder herzustellen muss Gerry jedoch regelmäßig zur Therapie!

Gerry vor dem Start mit dem Siegerwagen des Vorjahres

Nach der Aussage von Rennkollegen Don Ewalds hätte Gerry bei der 800 Fuß-Marke vom Gas gehen sollen, den Bremsfallschirm ziehen und den Lauf einfach als gelaufen betrachten sollen. Schließlich hatte er mit der Zeit von 5,9 Sekunden, die er beim Qualifying erzielt hatte, einen sicheren Vorsprung zu seinen Konkurrenten. Nicht so unser Gerry. Er wolle unbedingt noch eine niedrige Elapsed Time herausfahren. Don Ewalds, der den Freitag Abend noch mit Gerry zusammen verbracht hatte, meinte, dass Gerry in den letzten drei Jahren eine wahre Glückssträhne gehabt hatte und mehrmals um ein Haar an diversen Katastrophen vorbeigegangen war. Diese Strähne ist nun offensichtlich leider zu Ende gegangen. Auf Grund seiner halsbrecherischen und spektakulären Fahrten war Gerry Steiner der erklärte Publikumsliebling schlechthin. Bereits bei den legendären Burnouts des "Mad Austrian" sprang das Publikum regelmäßig von den Sitzen und tobte vor Begeisterung.

Gerry Steiner bei einem seiner legendären Burnouts

 

Hier der Originaltext des offenen Briefes von Gerilyn Steiner:
 

Bakersfield, 23.3.2003  18:18

To All of you,

Thank you so much for your support and prayers through this trying time. It has been really hard to call everyone and give them an update on my dads progress. So please forgive if I have not returned a call.

I wanted everyone to know that my dad is on his way to recovery and everyday seems to get a little better then the last. He still is really confused and can not talk real well or walk yet. But the doctors expect 100% recovery and that is good news.

This racing accident has really taken a lot out of a lot of me and my grandma. And we feel so lucky and blessed that we have so many wonderful people behind us.

For the people out there that still are not exactly sure what has happened (because there has been so many different reports on what has happened).. He has NO broken bones or internal injuries. But he does have a severe concussion. And that is what is going to take the most time in healing. And I am going to be there with him every step of the way. So I will do my best to keep you all informed.

He is still not able to have visitors (because he is still has a hard time remembering people and it is really hard for him to focus on seeing people right now). But when is going to be able to have visitors, I will let people know.

Thanks again for all your support!

Love, Gerilyn

 

Der ehemalige Wiener Gerry Steiner ist ja, wie viele unserer aufmerksamen Magazin-Leser wissen, in den Fünfzigerjahren mit seiner Mutter nach Amerika ausgewandert und hat sich dort dem Dragstersport verschrieben. Mit dem Erringen des Weltmeistertitels am Ende des Jahres 2002 hat Gerry Steiner den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere erreicht. Bis vor Kurzem war er Österreichischer Staatsbürger und machte niemals ein Hehl daraus! Ganz im Gegenteil, er war immer stolz Österreicher zu sein und betonte dies wo immer er auftrat. Seine draufgängerische Fahrweise brachte ihm in Rennfahrerkreisen sehr bald den Beinamen "The Mad Austrian" ein. Auch unter "Panzerman" kannte man ihn. Leider musste er vor zwei Jahren aus steuertechnischen Gründen die Amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen, was ihm nicht leicht fiel! Trotzdem ist er im Herzen Österreicher geblieben.

Gerry Steiner zu Besuch bei Firma Riekmann in der Gatterederstraße

Wir wünschen Gerry auch im Namen der unzähligen Kunden, denen er mit seiner immensen Erfahrung sehr geholfen hat und seiner vielen Freunde die er durch seine regelmäßigen, alljährlichen Österreich-Urlaube hier hatte alles Gute, baldige Besserung und vollständige Genesung! Keep on racing Gerry!

 

Vielen Dank für die Anteilnahme vieler Kunden und Surfer, die per E-Mail ihre Statements und Genesungswünsche für Gerry Steiner übermittelten. Gerne leiten wir diese an Gerry weiter!

 

Lesen Sie hier die Geschichte des Gerry Steiner!


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